Genusstraining


Ziele:

Die Stärkung regenerativer Stresskompetenzen ist ein Ziel des Genusstrainings – Unter Belastung vergessen viele Menschen, wie wichtig es ist Hobbies, soziale Kontakte und außerberufliche Interessen aufrecht zu erhalten. Diese fehlende Erholung kann auf Dauer eine geringere Widerstandskraft gegenüber Belastungen mit sich bringen und somit eine subjektiv stärkere Wahrnehmung dieser. Während die positiven Verstärker immer mehr weg fallen, nehmen die negativen Empfindungen immer mehr zu, bis hin zu körperlichen und psychischen Stresssymptomen. Als enorm wichtig ist vor allem ein intaktes soziales Netz zu sehen. Deswegen soll an frühere Kontakte und Aktivitäten angeknüpft werden, da diese einen  „emotionalen Schutzfaktor“ gegen Stress darstellen.

Einige Menschen müssen lernen, ihr Freizeitverhalten zu reflektieren und wieder ein Gespür für Erholungsbedarf zu entwickeln – bei einigen Menschen stellt sich sogar ein „Freizeitstress“ ein, der keine wirklich Erholung darstellt. Dabei dominieren Wettkampfähnliche Gedanken, die als zusätzliche Anforderung wahrgenommen werden. Sie müssen erst einmal ein Gespür dafür entwickeln, wann sie Erholung brauchen, was erholsam und entspannend für sie persönlich ist. Und auch das „Nichtstun“ will gelernt sein, damit es nicht als vergeudete Zeit angesehen wird, sondern als Erholungsquelle dient.

Methode:

Der erste Schritt besteht darin, ein Bewusstsein für Erholung und Pausen zu schaffen und zu verdeutlichen, dass diese für Leistungsfähigkeit wichtig sind. Dies geschieht durch Input zu aktuellen Erkenntnissen der Erholungsforschung.

Dabei soll ein Zugang zu positiven Emotionen wieder gefunden werden, indem in der Vergangenheit als positiv bewertete Erlebnisse wieder aufgenommen werden und Lust auf neue Erfahrungen geweckt wird.

Erst im zweiten Schritt kommt es zu einer Planung von konkreten und individuellen Aktivitäten, bzw. Passivitäten (Naturerlebnisse, Nichtstun).

Der letzte Schritt stellt die Planung und Realisierung eines persönlichen  Gesundheitsprojekts dar.

Acht Gebote des Genießens

1. Gönne dir Genuss!

2. Nimm dir Zeit zum Genießen!

3. Genieße bewusst!

4. Schule deine Sinne für Genuss! (Ausbildung von fein differenzierten Sinneswahrnehmungen, um sogar Nuancen wahrnehmen zu können.)

5. Genieße auf deine eigene Art! (Was tut einem wann persönlich gut und was nicht.)

6. Genieße lieber wenig, aber richtig! (Quantität geht über Qualität – zu viel wirkt auf Dauer sättigend und langweilig.)

7. Planen schafft Vorfreude! („Vorfreude ist die schönste Freude.“)

8. Genieße die kleinen Dinge des Alltags! (Auch kleine Begebungen und alltägliche Dinge genießen lernen.)

 

 

Damit gute Vorsätze nicht, wie erfahrungsgemäß leider so oft, im Alltag verloren gehen, könnt ihr euch hier euer persönliches Gesundheitsprojekt herunterladen und einen konkreten Plan entwickeln, um diese Vorsätze zu verwirklichen.

 

1. Das Ziel sollte noch eine allgemeine positive Handlungsintention von hoher persönlicher Attraktivität sein.

2. Die erwarteten positiven Konsequenzen (persönliche Vorteile!) des Ziels werden aufgeschrieben: je mehr, desto besser!

3. Möglichst konkrete (Häufigkeit, Dauer, Intensität, …) Handlungsschritte zur Realisierung des Ziels zusammentragen. 

4. Zu den Schritten kommt nun eine verbindliche Terminsetzung.

5. Vorüberlegung, welche möglichen äußeren und inneren Hindernisse auftreten können, und Möglichkeiten, wie man diesen entgegenwirken kann.

6. Nach Möglichkeit Suche nach Unterstützung durch weitere Personen.

Viel Spaß und Erfolg bei der Durchführung!!

 

An dieser Stelle möchten wir den Teilnehmern noch etwas mit nach Hause mitgeben, damit die hier abgebildeten Fakten nicht nur Theorie bleiben, sondern auch in der Praxis ihre Umsetzung finden können. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: