Problemlösetraining

Ziele:

1.) konkrete Bewältigungsmöglichkeiten für die individuellen Belastungen erarbeitet

2.) Verbesserung der Problemlösefähigkeiten, Ausgleich von Problemlösedefiziten , Anleitung zu systematischen Problemlösungsverhalten

3.) Erwerb einer allgemeinen, problemlösenden Grundhaltung:

  • Einsicht, dass Problemsituationen zum normalen Leben gehören
  • Annahme, dass man solche Situationen aktiv meistern kann
  • Bereitschaft, Problemsituationen im Augenblick ihres Auftretens wahr- und anzunehmen
  • Entschlossenheit, der Versuchung zu impulsivem Handeln zu widerstehen

Dadurch soll eine emotionale Distanz zu Problemen geschaffen werden, was eine erhöhte Kreativität bei der Suche nach Lösungen mit sich bringt. Das Gefühl, in einer Opferrolle und hilflos zu sein, lässt nach, da sich eingeschränkte Sichtweisen, selbstgesetzte Grenzen und Blockaden lockern.

Methode:

Schritt 1: »Dem Stress auf die Spur kommen«

  • Anleitung zu systematischer Selbstbeobachtung von Belastungssituationen und –reaktionen
  • Benennen von persönlichen Stressoren und alltäglichen Belastungen
  • Unterscheidung zwischen Situation einerseits und deren Einschätzung sowie der Reaktionen andererseits
  • „Stresstoleranz ist die Fähigkeit, die eigene Umgebung wahrzunehmen, ohne dabei zu erwarten, dass sie anders sein sollte, die Fähigkeit, sich des eigenen momentanen emotionalen Befindens gewahr zu werden, ohne zu versuchen, es zu verändern, und die Fähigkeit, die eigenen Gedanken und Handlungsmuster zu beobachten, ohne den Versuch, sie zu stoppen oder zu kontrollieren“ (Linehan, 1996)

Schritt 2: »Ideen zur Bewältigung sammeln«

  • Brainstorming
  • Kreative, bewertungsfreie Suche nach Möglichkeiten der Bewältigung der belastenden Situation
  • Quantität vor Qualität

 Schritt 3: »Den eigenen Weg finden«

  • Abwägen der Konsequenzen und Positivauswahl für eine oder mehrere Möglichkeiten
  • subjektive Einschätzung der Durchführbarkeit

Schritt 4: »Konkrete Schritte planen«

  • möglichst genau planen, evtl. mit Hilfe eines Rollenspiels

Schritt 5: »Im Alltag handeln«

  • zentraler Schritt, der außerhalb des Kurs statt findet

Schritt 6: »Bilanz ziehen«

  • Ergebnisse der Durchführung bewerten und Suche nach Gründen für Erfolg bzw. Misserfolg

Wichtig bei diesem Training ist es, dass die einzelnen Schritte auch wirklich einzeln nacheinander bearbeitet werden und voneinander getrennt betrachtet werden. Sonst passiert es am Ende nur, dass man sich im Kreis dreht und keine Lösung findet.  Dies ist eine sehr wichtige Aufgabe des Kursleiters.

In der Präsentation wurde das Problemlösetraining nur kurz theoretisch vorgestellt. Da dies in der Regel im Rahmen eines Kurses statt findet und nicht allein erarbeitet wird, hielten wir eine praktische Anwendung aufgrund der Kürze der Veranstaltung für nicht sonnvoll. Es sollte lediglich ein Überblick dargestellt werden und den Kommilitonen demonstrieren, was man für Möglichkeiten hat bei Problemen.

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